Bogensport – eine Passion

Mein Name ist Rolf Kriesche.
Im Alter von 35 Jahren habe ich durch meinen Bruder zum Bogenschießen gefunden.
Zunächst habe ich sein Hobby belächelt.

Nachdem er mir jedoch einen Bogen ausgeliehen hatte, und ich die ersten Pfeile auf den Weg brachte, hielten mich auch die dicken blauen Flecke am linken Unterarm, nicht davon ab, selbst diesem Sport betreiben zu wollen. Also habe mir einen eigenen Bogen gekauft, und bin bis heute dabeigeblieben.

Zunächst als reines Hobby und im späteren Verlauf dann mit mehr Ambitionen.
Im Herbst 2018 habe ich dann, auf der WM im Bogenschießen in Südafrika, mit dem 2. Platz in meiner Bogen- und Altersklasse, meinen sportlichen Höhepunkt finden können.

Im Laufe der Jahre habe ich darüber hinaus, das gesundheitliche Potential dieses umfangreichen Individualsports entdecken können.

Mein Fazit in der Ausübung meiner sportlichen Tätigkeit ist immer das Gleiche:
Bogensport eignete sich für alle die daran Spaß haben, mit anderen gemeinsam in den Wettkampf zu treten, ohne sich mit anderen körperlich auseinandersetzen zu müssen, Bogensport bietet so auch die Möglichkeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Egal ob Kinder und Jugendliche, Frauen oder Männer, junge oder ältere Menschen, alle können beim Bogenschießen etwas über sich selbst erfahren. Bogensport kann demnach eine „Persönlichkeitsbildende“ Maßnahme sein/werden.

Als Trainer habe ich die Möglichkeit, mein Wissen und Können weiterzugeben, Basiswissen zu vermitteln und beim Bogenschießen durch Beobachten der TeilnehmerInnen, Korrekturen anzubieten. Das Ergebnis meiner Arbeit ist es, Intuitionen zuzulassen und der Individualität Freiraum zu geben.

Der offene Umgang mit Menschen ruht in der Erkenntnis, dass freie Entscheidung die Möglichkeit jedwedem Tun und Handelns ist. So also ist meine Arbeit als Trainer im Sinne von Antoine de Saint-Exupéry (Der kleine Prinz) zu erklären:

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Werkzeuge zu vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“